Exhausting a Crowd, oder: Überwache die anderen – und damit irgendwie auch dich selbst

Von Ralf Keuper
Dass man sich dem Thema Überwachung auch mit künstlerischen Mitteln nähern kann, belegen derzeit zahlreiche Projekte und Initiativen, unter denen exhaustingnacrowd.com eine Sonderstellung einnimmt. 
Wired schreibt dazu in der Printausgabe vom Oktober 2015:

Die Seite ist ein Projekt des New Yorker Künstlers Kyle McDonald, die CCTV-Kamerabilder sind nicht live, sondern ein zwölf Stunden dauernder Loop. Auch wenn viele User der Website die Passanten mit Witzkommentaren taggen, wird einem dieses heimliche Zusehen schnell unheimlich. Denn man nimmt ja die Perspektive derjenigen ein, deren Job darin besteht, solche Bilder tatsächlich im Verborgenen auszuwerten: Wir, die wir im Alltag oft genug von Kameras Beobachtete sind im öffentlichen Raum, werden zu Beobachtern. Und entlarven uns mit unseren Kommentaren über die von uns nun Beobachteten. Meta!

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