Krawehl, krawehl!

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Plakate als Medium

Von Ralf Keuper

Plakate haben es bislang geschafft, sich dem Sog der Digitalisierung weitestgehend zu entziehen und ihre Eigenständigkeit als Medium zu behaupten. Mit den unterschiedlichen Facetten des Plakats bzw. der visuellen Kommunikation beschäftigt sich in einzigartiger Weise Austrian Posters: 

Österreichische Designerinnen und Designer haben entscheidende Impulse zur Entwicklung der modernen visuellen Kommunikation gegeben. Obwohl ihre Werke weltweit rezipiert wurden, ist über die Personen und über die Entstehung ihrer Arbeiten relativ wenig bekannt. AUSTRIAN POSTERS bietet nicht nur Informationen zu den Grafikerinnen und Grafikern vermitteln, sondern auch Materialien zu den kulturhistorischen Aspekten des Mediums Plakat  sowie anderer optischer Medien.

Ein Bespiel von vielen ist der Beitrag Italienische Plakate: Die Kunst der Überzeugung. Ebenso Werbung für Red Bull.

Ein große Rolle spielen Plakate nach wie vor in Wahlkämpfen (Vgl. dazu: “Das Plakat ist ein Medium der Schnellkommunikation”). Und auch als Werbemedium erfreut es sich regen Zuspruchs (Vgl. dazu: Plakate – das wirtschaftlichste Werbemedium).

Ebenso eignet es sich für für interkulturelle Vergleiche (Vgl. dazu: Orientalismus und Okzidentalismus in Plakaten)

Kurzum: Plakate haben noch lange nicht ausgedient.

 

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Südwestdeutsche Medienholding – ein Dauersanierungsfall?

Von Ralf Keuper

Die Südwestdeutsche Medienholding ist in der Öffentlichkeit kaum bekannt. Das gilt jedoch nicht für ihre wichtigste Beteiligung, die Süddeutsche Zeitung, immer noch die auflagenstärkste Zeitung Deutschlands; wenngleich über Jahre mit deutlich fallender Tendenz. Mit insgesamt 6.100 Mitarbeitern und einem Umsatz von annähernd 900 Mio. Euro im Jahr 2016 gehört die Südwestdeutsche Medienholding zu den größten Medienkonzernen Deutschlands, obschon auch dies allein kein Gütesiegel mehr ist, wie die Aufstellung der größten Medienkonzerne der Welt zeigt (Vgl. dazu: Medienindustrie in Auflösung).

Im Jahr 2007 erwarb die SWMH die Süddeutsche Zeitung für rund 500 Mio. Euro (Vgl. dazu: „Süddeutsche“ geht an Medienholding). Seitdem macht die SWMH mit Meldungen über Stellenstreichungen, Personalfluktuation in der Führungsetage, die Zusammenlegung von Redaktionen und die Einstellung von Titeln auf sich aufmerksam:

Wie ernst die wirtschaftliche Lage ist, zeigt ein Blick in die Bilanz von 2016 (Quelle: Unternehmensregister).

Umsatzerlösen in Höhe von 879 Mio. Euro stand ein Konzernbilanzverlust von 159 Mio. Euro gegenüber. Der Verlust setzt sich vor allem aus dem Verlustvortrag in Höhe von 146 Mio. Euro zusammen. Für das Geschäftsjahr 2016 verzeichnete man einen Verlust von 7.9 Mio. Euro.

Das Eigenkapital ist mit 83,6 Mio. Euro bei einer Bilanzsumme von 764 Mio. Euro mehr als bescheiden.

Es dürfte schwierig werden, hier zu einem dauerhaften Turnaround zu kommen, zumal die Geschäftsleitung auch für das Jahr 2017 von einem Verlust in ähnlicher Größenordnung wie 2016 ausging.

Der Eindruck mag täuschen, aber: Erfolg sieht irgendwie anders aus.

 

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Wiederbeschreibbares Papier: Ein Blatt Papier mit Löschfunktion

Drucken, lesen, wegwerfen – damit könnte es bald vorbei sein. Denn chinesische Wissenschaftler haben ein Papier entwickelt, das sich mehrfach beschreiben lässt und dadurch wiederverwendbar ist. …

Quelle / Link: Wiederbeschreibbares Papier: Ein Blatt Papier mit Löschfunktion

Weitere Informationen:

Wiederverwertbares Papier kann Kosten in Unternehmen senken

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Filmsammlung – Theater-, Film- und Medienwissenschaft (Goethe-Universität Frankfurt)

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Facebook stuft Verlage und Zeitungshäuser herab

Von Ralf Keuper

Als die Geschäfte der Medienhäuser noch richtig rund liefen, war häufig die Redewendung zu hören:

Was in den Medien nicht erscheint, existiert nicht.

Heute müssten wir diesen Spruch abwandeln in:

Was der Facebook-Algorithmus nicht durchlässt, existiert nicht.

Die Irritation in der Medienbranche über die jüngste unternehmensstrategische Entscheidung von Facebook ist groß:

Facebook agiert wie eine Ratingagentur bei der Beurteilung der Bonität von Unternehmen und Staaten. Die Medieninhalte, der vermeintlich wertvolle Content der Zeitungshäuser, wird von Facebook auf Ramschniveau herab gestuft. Es geht auch ohne sie.  Die Verlage können froh sein, wenn sie wenigstens noch im Google-Newsfeed auftauchen. So ändern sich die Zeiten.

Langsam dürfte der Medienbranche klar sein, wo der Hammer hängt. Die aktuelle Entscheidung ist eigentlich nur eine konsequente Fortsetzung der Facebook-Strategie der letzten Jahre (Vgl. dazu: Facebook degradiert die Medienhäuser zu Content-Lieferanten).

Damals schrieb auf diesem Blog über die Zukunft der Medienhäuser als Partner von Facebook:

Irgendwann braucht man sie nicht einmal mehr als Lieferanten.

Dieser Fall ist nun eingetreten.

Die Machtverschiebung von den alten Medienhäusern zu den digitalen Verlegern hat eine neue Stufe erreicht (Vgl. dazu: facebook, Apple & Co sind die neuen (digitalen) Verleger).

Viel zu lange hat man in der Medienbranche und in der Forschung die Tatsache ignoriert, dass facebook und Google nicht nur Informationsintermediäre, sondern vor allem Medienunternehmen sind (Vgl. dazu: Google & Co.: Informationsintermediäre oder Medienunternehmen?); ein Punkt, den auch Wolfgang Michal in Setzen die Netzaktivisten die richtigen Prioritäten? monierte.

Solange die Medieninhalte der Verlagshäuser für facebook von Nutzen waren und in die strategische Ausrichtung passten, waren sie willkommen. Während sich dadurch die Abhängigkeit der Verlagshäuser von facebook erhöhte, nahm sie in umgekehrter Richtung ab oder entstand erst gar nicht.

Die Medienhäuser sind auf die Aufrufzahlen ihrer Beiträge auf facebook oder Google angewiesen, um für die Werbeindustrie interessant zu sein. Mit seiner Entscheidung zeigt facebook indirekt, dass der Sturmlauf der Medienhäuser gegen die neue ePrivacy-Richtlinie nicht mehr das eigentliche Problem adressiert. Ohne Plattformen, wie facebook, Google, Tencent, Bing, Baidu und andere ist die nötige kritische Masse nur schwer zu erreichen. Die Abhängigkeit ist schon viel zu hoch. Facebook und Google können die Medienhäuser quasi vertrocknen lassen (Vgl. dazu: Warnschuss für Verlage: Apple und Google sagen nerviger Online-Werbung den Kampf an). Den Verlagen fehlen die technischen und finanziellen Mittel, um eigene Plattformen oder Ökosysteme zu etablieren. Eine bittere Erfahrung für Bild, FAZ, Stern & Co. Wenn als Ausweg nur noch das Schalten nerviger Werbung bleibt, dann …

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Laudatio | Artificial Blues | Gewinner Medienkunst | Deutscher Multimediapreis

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150 Jahre Reclam: Gelbe Bücher feiern Geburtstag

Weitere Informationen:

Universal. Reclams Jahrhundertidee – Leipzig 1867 bis 1990 // Wechselausstellung im Deutschen Buch- und Schriftmuseum // Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig // 27. Oktober 2017 bis 3. Juni 2018

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Bildfabriken. Infografik 1920–1945. Fritz Kahn, Otto Neurath et al. // Wechselausstellung des Deutschen Buch- und Schriftmuseums in Leipzig

Vom 8. September 2017 bis 8. April 2018 zeigt das Deutsche Buch- und Schriftmuseum in Leipzig in Kooperation mit dem Institut für Kommunikationswissenschaft der Universität Erfurt die Anfänge der Infografik am Beispiel zweier unverwechselbarer Bildsprachen. Aus unterschiedlichen Traditionen heraus entwickeln der österreichische Ökonom Otto Neurath, der 1918 Museumsdirektor in Leipzig wurde, und der in Halle geborene Mediziner Fritz Kahn fast zeitgleich ihre abstrakten Bilderwelten, die auf einer formalen Stilisierung des menschlichen Körpers beruhen. Die Ausstellung setzt die beiden unterschiedlichen Herangehensweisen erstmals umfassend in Beziehung zueinander: als ein jeweils spezifischer Beitrag zum “Iconic Turn” dieser Epoche mit ihrem starken Interesse an einer Internationalisierung von Wissenschaft und Wissensvermittlung. …

Quelle: Bildfabriken. Infografik 1920–1945. Fritz Kahn, Otto Neurath et al. // Wechselausstellung des Deutschen Buch- und Schriftmuseums // Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig// 8. September 2017 bis 8. April 2018

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Emoijs – das Esperanto des 21. Jahrhunderts

Von Ralf Keuper

Emoijs sind aus dem Alltag der meisten von uns kaum noch wegzudenken. Messaging-Apps wie Whats App haben erheblich dazu beigetragen, dass die Kommunikation untereinander bildhafter, symbolischer geworden ist.  Emoijs sind damit, wie Daniel Backhaus schreibt, das Esperanto des 21. Jahrhunderts:

Der Vorteil von Emojis ist, dass sie sprachunabhängig sind und somit international funktionieren. Ein Ansatz, der schon mit der Welthilfssprache Esperanto verfolgt wurde und sich leider bis heute mangels Akzeptanz nicht durchgesetzt hat. Dieses Schicksal wird die Emojis nicht ereilen, vielmehr haben sie sich durch das Benutzerverhalten bereits durchgesetzt.

Die nächste Evolutionsstufe sind Animoijs.

Ähnlich wie bei einer Videonachricht filmt die Frontkamera das Gesicht, überträgt die Bewegungen dann aber auf das ausgewählte Animoji. Für den Empfänger der Nachricht wirkt es dann so, als würde zum Beispiel ein Affengesicht mit ihm sprechen. Möglich macht es das neue TrueDepth-Kamerasystem.

Ein Pionier bei dem Einsatz von Emoijs im Banking ist WeChat (Vgl. dazu: Das WeChat-Ökosystem (Dokumentationsfilm)). Da die Kommunikation über WeChat mittels Schriftzeichen in China besonders aufwändig ist, machte man sich die Vorteile der visuellen Kommunikation über Sticker/Piktogramme zunutze. Entstanden ist daraus eine universelle Bildsprache, die in nahezu jedem Land verwendet werden kann.

Crosspost von Bankstil 

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