Deutsche Digitale Bibliothek: Zeitungsportal (Online-Umfrage)

Key Findings

  • Insgesamt haben 2422 Personen die Umfrage bearbeitet (nach Plausbilitätscheck und Datenbereinigung).
  • 61% der Teilnehmer sind Männer, 37% Frauen.
  • Die größte Altersgruppe der Befragten liegt zwischen 50 – 59 Jahren (27%). Insgesamt waren über 60% der Befragten 50 Jahre und älter.
  • Jeweils ca. ein Drittel der Teilnehmenden recherchiert aus privaten Anlässen, aus beruflichen Anlässen oder beides. Berufliche Nutzer kannten sich generell besser mit den verschiedenen, bestehenden Recherchemöglichkeiten aus.
  • Die hohe Frequenz der Recherche war nicht nur bei den beruflichen Nutzern auffällig: Über ein Drittel der privaten Nutzer recherchiert demnach mehrmals im Monat in historischen Zeitungen. Knapp die Hälfte der privat-motivierten Teilnehmenden recherchiert mindestens mehrmals im Monat, ein Wert der durchaus überrascht. …

Quelle / Link: Deutsche Digitale Bibliothek: Zeitungsportal (Online-Umfrage)

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Aufbau „Deutsches Zeitungsportal“: Was erwarten unsere Nutzer*innen?

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Was heißt „Medien konstruieren Wirklichkeit“?

Es ist rasch zum Lehrbuch-Wissen geworden: „Medien konstruieren Wirklichkeit“. Doch was heißt das? Taten sie dies immer schon? Oder tun sie es immer mehr? Oder gar beides? Von welcher Ebene reden wir? Meint Wirklichkeitskonstruktion einen erkenntnistheoretischen Sachverhalt oder eine bewusste Strategie? Ist es so, dass wir (die Journalisten wie die Rezipienten) gar nicht nicht konstruieren können, oder kann man sich doch für oder gegen die Konstruktion der Wirklichkeit entscheiden?

Quelle / Link: Was heißt „Medien konstruieren Wirklichkeit“? Von einem ontologischen zu einem empirischen Verständnis von Konstruktion

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Public Relations – Manipulation der Masse | Doku | ARTE

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Das neue Propagandazeitalter?

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Dirk Baecker: Elemente einer Medientheorie

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Das Literarische Quartett 04 | 16.12.1988 | Verlage, Bücher, Übersetzungen

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Heldenpathos trifft auf die Realität

Von Ralf Keuper

Über die aktuellen Umbaupläne der Deutschen Bank, denen bis zu 18.000 Stellen zum Opfer fallen sollen, berichten die Wirtschaftsredaktionen eifrig. So weit so gut. Allerdings enthalten einige Kommentare deutliche Spuren einer Erzählung, die in der Vergangenheit als Heldenmythos bezeichnet wurde. Um so einen Fall handelt es sich m.E. bei „Held des Rückzugs“: Christian Sewing hat mit der Deutschen Bank Historisches vor von Gabor Steingart. Der Held der Geschichte, Deutsche Bank-Chef Sewing, sei dabei, Historisches, Einmaliges zu leisten. Angesichts der Aufgabe drohe der Held jedoch, sich in eine tragische Figur zu wandeln, so Steingart. Nicht weniger als eine neue Welt beginne nun mit dem strategischen Rückzug der Deutschen Bank. Parallelen glaubt Steingart bei Michael Gorbatschow, Gerald Ford und Dieter Zetsche zu erkennen. Bei historischen Vergleichen geraten mal schnell, insbesondere in den Wirtschaftsredaktionen, die Relationen durcheinander. Den neuesten Kurs der Deutschen Bank mit Glasnost bzw. Perestroika in Verbindung zu bringen – dazu braucht man schon Phantasie.

Nüchtern betrachtet, haben wir es bei der Deutschen Bank mit einem Geldhaus zu tun, das seinen Zenit aufgrund hausgemachter Fehler längst überschritten hat. Wer gerade Chef der Deutschen Bank ist, ist, wie allgemein bei Vorständen von Aktiengesellschaften, eher Nebensache. Zum Helden, gleich welcher Lesart, reicht es da jedenfalls nicht. Der Halo-Effekt, bei dem Unternehmen und Personen häufig Eigenschaften zugeschrieben werden, die sich im Lauf der Zeit als Fiktion erweisen, ist in einigen Wirtschaftsredaktionen scheinbar noch immer nicht als solcher erkannt worden. Seine Kenntnis würde den meisten Geschichten ohnehin von vorne herein den Boden entziehen.

Bedenklich daran ist indes, dass der Wirtschaftsjournalismus immer noch Probleme damit zu haben scheint, Fiktion und profane Realität auseinander zu halten. Wer geglaubt hat, die jüngsten Skandale und Ereignisse im Journalismus hätten hier zu einem Umdenken geführt, könnte sich getäuscht sehen. Heldenpathos und schlecht konstruierte Geschichten, die bestenfalls ein solides Halbwissen offenbaren, brauchten wir nicht mehr.

Crosspost von Bankstil

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Manche Fehler muss man selber machen – Vortrag im Leica Store Wetzlar

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Die Profanisierung der Kulturgüter durch Reproduktion und Information

“Das Allgemeine”, mit dem sich das Publikum kritisch beschäftigt, blieb dem Interpretationsmonopol der kirchlichen und staatlichen Autoritäten nicht nur von der Kanzel herab, vielmehr in Philosophie, Literatur und Kunst auch dann noch vorbehalten, als die Entwicklung des Kapitalismus für bestimmte soziale Kategorien bereits ein an Information und immer mehr Informationen rational orientiertes Verhalten verlangte. In dem Maße aber, in dem die philosophischen und die literarischen Werke, Kunstwerke überhaupt, für den Markt hergestellt und durch ihn vermittelt werden, ähneln sich diese Kulturgüter jener Art Informationen an: als Waren werden sie im Prinzip allgemein zugänglich. Sie bleiben nicht länger Bestandteile der Repräsentation kirchlicher wie höfischer Öffentlichkeit; genau das ist mit dem Verlust ihrer Aura, mit der Profanisierung ihres einst sakramentalen Charakters gemeint. Die Privatleute, denen das Werk als Ware zugänglich wird, profanieren es, indem sie autonom, auf dem Wege der rationalen Verständigung untereinander, seinen Sinn suchen, bereden und damit aussprechen müssen, was eben in der Unausgesprochenheit solange autoritative Kraft hatte entfalten können. “Kunst” und “Kultur” verdanken, wie Raymond Williams nachweist, überhaupt erst dem 18. Jahrhundert ihre moderne Bedeutung einer von der Reproduktion des gesellschaftlichen Lebens abgelösten Sphäre.

Quelle: Der Strukturwandel der Öffentlichkeit, Autor: Jürgen Habermas

 

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Vilém Flusser – Nomadismus

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Die hilflosen Erklärungsversuche der Medienbranche angesichts der eigenen Disruption

Von Ralf Keuper

Es ist immer schwierig für eine Branche, die umgekrempelt (disrupted) wird, bei der Diagnose die nötige Selbstdistanz zu wahren, um zu einem möglichst objektiven Urteil zu gelangen. Die Medienbrache, die in den letzten Jahren von Facebook, Google, Amazon, Tencent und Apple umgepflügt wurde, bildet hier keine Ausnahme. Um die Situation einzuschätzen, bedient man sich des alten überlieferten Bezugssystems. Das hat zur Folge, dass die Medienunternehmen davon ausgehen, neue Mitbewerber wären Unternehmen, die nach den gleichen Regeln arbeiten wie sie selber: Print kombiniert mit online und Werbung. Bei einigen feingeistigen Insidern kommt evtl. die Frage auf, ob die Inhalte nun durch Werbung oder per Abo oder mit einem anderen Bezahlmodell finanziert werden sollen. Ansonsten geht es wie immer darum, mit den eigenen Inhalten und Distributionskanälen so viel Leser und Zuschauer an sich zu ziehen wie möglich. Wer da sonst noch vermittelte, war mehr oder weniger unwichtig, da – mangels Content – kein potenzieller Mitbewerber.

So überrascht es nicht, dass neue Mitbewerber erst spät auf dem Radar als ernsthafte Bedrohung wahrgenommen werden. Man hielt sie für keine Artgenossen. Irgendwann kam dann der Tag, an dem die Brancheninsider – völlig überraschend – feststellen mussten, dass die neue Art doch irgendwie der eigenen Gattung anzugehören schien bzw. man selber hatte sich in eine neue Gattung verwandelt, ohne dass einem dies bewusst war. Facebook, gestartet als soziales Netzwerk, hat sich über die Jahre zu einem Medienkonzern entwickelt, der die Verteilung und Bepreisung der Medieninhalte übernommen hat. Google, lange Zeit als  unverdächtige Suchmaschine eingeordnet, beherrscht zusammen mit Facebook den Markt für Onlinewerbung, auf den die Medienbranche angewiesen ist. Nicht nur das: mittlerweile sind Facebook und Google dabei, andere Arten zu assimilieren. Vor allem die Abwicklung von Geldgeschäften hat es ihnen angetan. Geld, das haben die klassischen Medienhäuser bis heute nicht wirklich verstanden, ist das “Medium schlechthin”. Wer auch immer bei den Medien ein gewichtiges Wort mitreden will, braucht dazu den direkten Zugang zum Medium Geld. Google hat mit Google Pay und weiteren Finanzdienstleistungen darauf reagiert, Apple mit Apple Pay und Apple Card und Facebook nun mit Libra und Calibra. Doch damit nicht genug. Ebenfalls ins Visier genommen haben die Internetkonzerne die neuen Währungen: Digitale Währungen und Digitale Identitäten. Und demnächst noch: Das Internet der Dinge (IoT). Die Medienbranche hat es versäumt, sich mit dem Hauptgegenstand ihres Geschäfts, den Medien, auseinanderzusetzen. Ted Levitt empfahl Unternehmen, die das Gefühl hatten, nicht mehr am Puls der Zeit zu sein, sich zu fragen: In welchem Geschäft sind wir eigentlich? Statt die Medien der Kooperation und die Mediatisierung zu thematisieren, hat man es bei der Betrachtung von Einzelmedien belassen, die irgendwie parallel nebeneinander existierten. Spätestens mit dem Smartphone hat sich das grundlegend gewandelt. Ist Facebook jetzt ein Technologieunternehmen, eine Bank, ein Medienunternehmen oder ein Werbekonzern? Die Frage, ob die Medienunternehmen überhaupt noch Medienunternehmen sind, kommt auch der Kritik nicht in den Sinn. Die Dinge gehören irgendwie nicht zueinander. Bertelsmann, Springer auf der einen, Apple, Google und Amazon auf der anderen Seite. Dass die Machtverhältnisse sich schon längst verschoben, Bertelsmann und Springer bestenfalls noch als Zulieferer auf Zeit benötigt werden, diesen Gedanken zu Ende denken nur die allerwenigsten. Das Ergebnis wäre auch frustrierend. Die Medienindustrie, wie viele Insider sie noch gekannt haben, löst sich gerade vor ihren Augen auf. Die Heroen und Kategorien der Vergangenheit, wie Axel Springer, Leo Kirch, Gerd Bucerius, Reinhard Mohn, Bertelsmann, Springer, Burda, Bauer, Spiegel, FAZ, SZ, links und rechts. Auf einmal sind diese Kategorien hinfällig geworden. Das Koordinatensystem hat sich verändert. Folge ist, dass die meisten Journalisten, Verleger und Kommentatoren orientierungslos geworden sind. Die eigenen Arbeitgeber haben mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen, die guten alten Zeiten, diese Erkenntnis reift indes, sind vorbei. Man ist auf einmal Angehöriger einer Krisenbranche, die man selber in der Vergangenheit immer woanders, nur nicht bei sich selber verortet hat, wobei man, wie die Wirtschaftsredaktionen der FAZ und SZ, selten mit radikalen Vorschlägen gegeizt hat. Jetzt ist das eigene Haus ein Sanierungsfall; andere neue Medienformate, wie auf YouTube, ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Das ist schon bitter für das alte Selbstbild und Rollenverständnis, ändert jedoch nichts an den neuen Gegebenheiten: Die Entstehung neuer Medienunternehmen mit einen Aktionsradius, wie er für Bertelsmann weit außerhalb der eigenen Möglichkeiten liegt. Wenn jetzt noch die als Rettungsanker für die Medienbranche gehandelte Blockchain von Facebook okkupiert und zweckentfremdet wird und neue Ökosysteme entstehen, wenn Facebook sogar nicht davor zurück schreckt, sich selbst zu disrupten, spätestens dann sollten sich die Insider der Branche die Frage stellen, ob sie die Zeit nicht verschlafen haben, zumal alle anderen Akteure in der Wirtschaft ihre Schlussfolgerung bereits gezogen haben. Ob die Medienunternehmen das nun akzeptieren oder nicht, fällt nicht mehr ins Gewicht.

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