Was Netflix die Nutzerdaten sagen

Der Programmchef von Netflix, Ted Sarandos, in einem Interview mit der FAZ vom 15.05.18 (“Deutschland ist immer noch ein verschlossener Markt”) auf die Frage:

Was sagen Ihnen nun Ihre Nutzerdaten?

Sarandos: Dass die Leute unterhalten werden wollen. Dass man ihnen große Geschichten erzählen muss. Es ist ganz einfach: Wir wissen, dass wir in einem Land nicht ankommen, wenn die Nutzer, auch die, die das Abo nicht gleich kündigen, kaum Netflix gucken. Die sehen zwei bis drei Stunden im Monat, taugen als Multiplikatoren aber nichts, weil sie ihren Freunden auch nicht erzählen, wie großartig wir sind. Wir schauen also, wie viel die Abonnenten, die drei Monate oder länger dabeibleiben, im Schnitt geguckt haben, und sehen dann sehr schnell, wie gut wir das machen. Dahinter steckt immer die Frage: Wie gut können wir unsere Programmpräsentation an den jeweiligen Geschmack anpassen?

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Waterstones – Großbritanniens größte Buchhandelskette schreibt wieder schwarze Zahlen und expandiert

Von Ralf Keuper

Die größte Buchhandelskette Großbritanniens, Waterstone, hat im vergangenen Geschäftsjahr einen Gewinn von achtzehn Millionen Pfund erzielt. Inzwischen eröffnet Waterstone neue Filialen – sowohl in Großstädten wie auch auf dem Land. In den Kleinstädten tragen die Läden die jeweiligen Ortsnamen, um so den Eindruck unabhängiger Buchläden zu erwecken (Vgl. dazu: Die britische Buchhändler-Kette „Waterstones“ erholt sich). Vor wenigen Wochen erst erwarb Elliot Advisors die Mehrheit an Waterstone. Der neue Eigner plant weitere Investitionen, u.a. in die Logistik und in Zusatzsortimente (Vgl. dazu: Größer, besser, Waterstones).

Über das Erfolgsrezept von Waterstone und seines CEO James Daut, der vor seiner Zeit bei Watersone als selbständiger Buchhändler tätig war, schreibt die FAZ:

Er hat auf das Filialgeschäft ähnliche Prinzipien angewandt, wie in seinen eigenen auf Qualität und kenntnisreiche Bedienung setzenden Buchhandlungen, indem er einzelnen Verkaufsstellenleitern Verantwortung für ihr Sortiment übertrug. Statt erdrückender Einheitlichkeit wird auf die jeweilige Klientel zugeschnittene Eigenständigkeit gefördert, mit dem Erfolg, dass es kaum noch Remittenden gibt.

Weitere Informationen:

Waterstones: Größter britischer Buchhändler verabschiedet sich vom E-Book

Londons wundervolle Buchhandlungen

Waterstones eröffnet neue Buchhandlung. Filialist setzt auf Café und WLAN

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Die Meinungsbildung in der heutigen Welt – Prof. Wolfgang Schweiger über Fake News

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Ästhetik und politische Ikonographie der Briefmarke

Die Briefmarke scheint ein so alltäglicher Gegenstand zu sein, dass ihr – von Motivsammlern einmal abgesehen – eine kunsthistorische oder gar ästhetische Aufmerksamkeit weitgehend versagt geblieben ist. Dabei hat Aby Warburg schon sehr früh die Briefmarke als ein Feld politischer Ikonographie erkannt, und auch von Walter Benjamin liegen Beobachtungen hierzu vor. Im Anschluss an frühere kulturgeschichtliche Arbeiten zur Bildersprache des deutschen Geldes untersucht der Vortrag am Beispiel der optischen Vergegenwärtigung des Brandenburger Tores auf Briefmarken der Weimarer Republik, des Dritten Reichs, der DDR und der Bundesrepublik die ästhetischen Darstellungs- und ikonographischen Propagandamöglichkeiten eines wenig beachteten Mediums.

Quelle / Link: Ästhetik und politische Ikonographie der Briefmarke 

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Buchdruck unter Johannes Gutenberg I musstewissen Geschichte

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Holografisches Prinzip

Wenn Sie mit einer VR-Brille durch beeindruckende virtuelle Landschaften marschieren, sehen Sie einen dreidimensionalen Raum – doch dieser wird von zwei flachen Bildschirmen vor Ihren Augen aufgespannt. Allgemein bezeichnet man als das “holografisches Prinzip” einen Zusammenhang zwischen einer räumlichen Struktur und von deren Äquivalent auf einer Fläche.

Das Prinzip lässt sich zum Beispiel einsetzen, um das Informations-Paradoxon des Schwarzen Loches zu lösen, das gegen den Determinismus verstößt, ein fundamentales Prinzip der Quantentheorie. Wenn wir eine komplette Beschreibung aller Eigenschaften eines Objekts zu einer bestimmten Zeit besitzen, müssten wir demnach herausfinden können, wie es sich kurz zuvor verhalten hat.

Wenn diese Information jedoch zerstört wurde – und genau das, wies Stephen Hawking nach, passiert im Schwarzen Loch – ist das nicht mehr möglich. Es sei denn, die Informationen wären irgendwie in der Fläche des Ereignishorizonts kodiert. Damit wären die räumlichen Entsprechungen zuvor nie etwas anderes als Hologramme gewesen (Quelle: Die Welt als Hologramm).

Die dreidimensionale, normale Erfahrungswelt – das mit Galaxien, Sternen, Planeten, Häusern, Steinen und Menschen gefüllte Universum – ist ein Hologramm, ein Abbild der Realität, das auf einer fernen, zweidimensionalen Fläche kodiert ist. Dieses neue Gesetz der Physik, das Holografische Prinzip, behauptet, dass alles, was sich in einer Raumregion befindet, beschrieben werden kann durch Bits der Information, die auf den Rand beschränkt ist. …

Das holografische Prinzip weicht schockierend von allem ab, was wir bisher gewohnt waren. Dass die Information über das Volumen des Raums verteilt ist, erscheint so intuitiv, dass man kaum zu glauben vermag, dass es falsch sein könnte. Doch die Welt ist nicht gevoxelt, sie ist gepixelt, und die gesamte Information ist am Rand des Raums gespeichert (Leonard Susskind: Der Krieg um das Schwarze Loch. Wie ich mit Stephen Hawking um die Rettung der Quantenmechanik rang).

 

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Kodachrome (Film)

Weitere Informationen:

Netflix-Roadmovie “Kodachrome”: Das wird sein letzter Film

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Walter Benjamin – Inventar eines Jahrhunderts – Prof. Dr. Burkhardt Lindner über das Passagen – Werk

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Your north is my south – Ausstellung im Museum für Neue Kunst Freiburg

… In einem gemeinsamen Ausstellungsprojekt spüren das Freiburger Museum für Neue Kunst und La Kunsthalle – Centre d’art contemporain Mulhouse der Frage nach, wie Räume die Wahrnehmung beeinflussen. Freiburg widmet sich dabei Orten, die keine geografische Lage haben, wie der virtuelle Raum. Denn ein Großteil der Weltbevölkerung bewegt sich täglich im Internet. Das Netz ermöglicht es, global zu agieren und zu kommunizieren. In kürzester Zeit verbreiten sich Informationen über Landesgrenzen hinweg. Doch wie sieht dieses „Neuland“ eigentlich aus? Welche Macht lässt sich darüber ausüben? Und welche Konsequenzen hat es für die Realität? (Your north is my south – Ausstellung im Museum für Neue Kunst Freiburg).

Weitere Informationen:

Ausstellung im Freiburger Museum für Neue Kunst beschäftigt sich mit der digitalen Welt.

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Das Ende der vierten Gewalt? (Sternstunde Philosophie)

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