Die Kunst der schönen Buchstaben

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Interview Umberto Eco – Mein Leben (Dokumentationsfilm)

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Als die alten Medien neu waren – Medienrevolutionen in der Geschichte (Michael Giesecke)

In den letzten Jahrzehnten sind neue Informations- und Kommunikationsmedien entstanden: elektronische Datenverarbeitungsanlagen und ihre Verknüpfung zu Rechnernetzen. Diese Technologien haben ihre eigenen Sprachen: verschiedene Maschinenkodes und anwendungsorientierte ‚Programmiersprachen‘. Systeme und Medien ersetzen menschliche psychische Leistungen sowie Funktionen von historisch gewachsenen sozialen Institutionen. So ist es kaum verwunderlich, daß mit ihrer Einführung in die moderne Gesellschaft das komplizierte Beziehungsgefüge zwischen den Informations- und Kommunikationssystemen, die bisher in der Industriegesellschaft bestanden, verändert wurde. Es entstehen neue Oppositionen und Hierarchien, und ihre Bewertung bestimmt die medienpolitische Diskussion. Eine solche neue Opposition ist beispielsweise jene zwischen den sogenannten natürlichen Sprachen und den natürlichen Informations- und Kommunikationssystemen einerseits und den künstlichen Sprachen und den künstlichen oder ‚technologischen‘ Informations- und Kommunikationssystemen andererseits. Die deutsche Standardschriftsprache z. B. erscheint im Vergleich mit den Programmiersprachen als eine natürliche Sprache. Hochkomplexe Kommunikationssysteme wie etwa wissenschaftliche Tagungen gewinnen wieder an Natürlichkeit gegenüber den verschiedenen Formen elektronischer Datenkommunikation. Kognitive Leistungen des Menschen, die, solange sie mit tierischen Formen der Informationsverarbeitung verglichen wurden, als hochartifiziell galten, werden in dem Maße, in dem sie mit den Verarbeitungsleistungen von Computern verglichen werden, zu natürlichen Leistungen.

Link: Aufsätze, Rundfunkbeiträge und Dialoge zur Kulturgeschichte des Buchdrucks 1990 – 2004

 

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Auf dem Weg in die Gigabit-Gesellschaft

Die Gigabit-Gesellschaft stellt eine fortgeschrittene Informationsgesellschaft dar, die vollständig von Informations- und Kommunikationstechnik durchdrungen ist. Menschen, Maschinen, Dinge und Prozesse werden nahtlos miteinander vernetzt sein. Bürger und Unternehmen werden in ihrem Alltag unabhängig vom Ort vielfältige, aus heutiger Sicht zum Teil noch futuristisch anmutende Anwendungen nutzen. Die Netzinfrastrukturen der Gigabit-Gesellschaft müssen den Transport der massiv anwachsenden Datenmengen ermöglichen und darüber hinaus intelligente Funktionen und Dienste bereitstellen, um divergierende Anforderungen zukünftiger Anwendungen optimal zu unterstützen. So erfordern Anwendungsbereiche wie bspw. Industrie 4.0 und automatisiertes und vernetztes Fahren vor allem einen zuverlässigen Datenaustausch zwischen Maschinen in Echtzeit, während bspw. bei Anwendungen im Medien- und Bildungsbereich oftmals zeittolerantes UHD-Videostreaming, und 360° Virtual Reality-Anwendungen im Vordergrund stehen.

Quelle: Eckpunkte Zukunftsoffensive Gigabit-Deutschland

Weitere Informationen:

Der Weg in die Gigabit-Gesellschaft – Wie Netzausbau zukünftige Innovationen sichert

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Die Geburt des modernen Journalismus in Deutschland, Großbritannien und den USA

Link zu den Vortragsfolien von Prof. Dr. Marcel Machill Die Geburt des modernen Journalismus in Deutschland, Großbritannien und den USA

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Walter Jens: Fernsehen – Themen und Tabus

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Das Netz – Eine kurze Geschichte des Internets

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Wann beginnt der Journalismus?

Ist der Journalismus am Ende, oder tritt er nur in eine neue Phase seiner Entwicklung? Kommunikationswissenschaftler und Medienpraktiker diskutieren diese Frage angesichts der Kostenlos-Kultur im Internet und der Finanzkrise leidenschaftlich. Die Süddeutsche Zeitung ließ in ihrer Essay-Reihe „Wozu noch Journalismus?“ zum Beispiel von Februar bis August 2010 namhafte Journalisten, Wissenschaftler, Blogger und Publizisten zu Wort kommen, die über neue Technologien, Finanzierungsmodelle und den steigenden Einfluss von professioneller PR auf den Journalismus nachdachten. Wir möchten die große Frage nach der Zukunft des Journalismus in diesem Themenheft aus zwei ganz anderen Blickrichtungen beleuchten, die jenseits aller Trends und Branchendaten neue Antworten liefern könnten. …

Wann der Journalismus beginnt, hängt offenbar vor allem von den Kriterien ab, die in den Begriff des Journalismus eingehen. Wenn diese Ausgabe von medien & zeit die Frage nach Anfang und Ende des Journalismus erwartungsgemäß nicht endgültig beantworten kann, liefert sie doch eine Fülle von historischem Material, mit dessen Hilfe Leser von ihren eigenen Kriterien aus nach Antworten suchen können. Eins aber zeigt sich unabhängig davon, was unter Journalismus verstanden wird: Uber die Zukunft dieses Berufs lässt sich nur etwas herausfinden, wenn man sich mit seiner Entwicklung, seiner Vergangenheit befasst. Jenseits der unterschiedlichen Fachkulturen eint unsere Autoren das historische Interesse. Insofern ist dieses Heft auch ein Beispiel dafür, dass (Kommunikations-) Geschichte alles andere als überflüssig ist, vielmehr einen erheblichen praktischen Nutzen hat. Gegenwart lässt sich nur verstehen, Zukunft nur aus diesem Verständnis heraus beeinflussen, wenn man weiß, woraus die Gegenwart entstanden ist

Link: Wann beginnt der Journalismus?, in: medien & zeit 2/2011

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Die Selbstmusealisierung des Fernsehens

Die seit Anfang der 1990er bei vielen Sendern übliche Wiederholung des Programms von vor 20 oder 30 Jahren kann als Tendenz zur Historisierung oder vielleicht sogar Selbstmusealisierung des Mediums verstanden werden. In diesem Sinne schreibt die Fernsehhistorikerin Milly Buonanno zu dem mit Wiederholungen gestillten Hunger nach Programm: “ television becomes a living museum of itself“. Auch wenn die Motive vorranging ökonomischer Natur sind, denn Wiederholungen von Eigenproduktionen kosten nichts, tritt das Fernsehen damit am Ende seiner Entwicklung in eine Phase der Selbstreflexion als historisches Medium. Das Fernsehen beginnt in gewissem Sinne, „sich selbst auszustellen“, nicht im Kunstkontext, aber doch in seinem eigenen, durch die digitale Technik immens erweiterten Rahmen, dessen technische und ebenso programmatische Bandbreite eine zuvor ungekannte Parallelisierung von Aktualität und Historizität im Medium erlaubt. Diese historische Selbstreflexivität des Fernsehens wird immens verstärkt durch die Multiplikation von Fernsehinhalten auf Online-Plattormen wie YouTube.

Zeitgenössische Kunst muss sich heute nicht mehr den Zugang zu Fernsehmaterial erkämpfen, wie noch bis Ende der 1970er-Jahre, sondern sie kann sich im „imaginären TV-Museum“ des Internet frei bedienen. Im Vergleich zu den Zeiten des unwiederholbaren Paläo-TV, das als Ersatz für das Lagerfeuer einmalige „Live“-Erlebnisse versprach, könnte man in der heutigen Tendenz des Fernsehens zur Selbstwiederholung und „Selbstausstellung“ auch ein Symptom für die veränderte Rolle der Zuschauer sehen. Als Flaneure im „imaginären TV-Museum“ folgen sie .. nicht mehr dem Diktat des Programmschemas, sondern nehmen sich die Freiheit des selbstbestimmten Sehens, die ihnen aus der Kunstbetrachtung vertraut ist.

Quelle: Dieter Daniels. Das Fernsehen anschauen (als Kunst), in: TeleGen. Kunst und Fernsehen

 

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1970s in Science and Technology

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