Die Rolle der Museen in der Bildergesellschaft

Aus einem Interview  (Hauptsache, es knirscht, in der FAZ vom 1.09.2017) mit Susanne Gaensheimer, neue Direktorin der Kunstsammlung NRW, und Felix Krämer, ab Oktober Generaldirektor im Museum Kunstpalast in Düsseldorf:

Krämer: .. Die Kunst ist es, Ausstellungen zu machen, die viele Menschen erreichen, aber trotzdem inhaltlich etwas zu sagen haben und die Kunstgeschichte wie die Gesellschaft weiterbringen. Es gibt eine große Neugier auf das Bild. Sie sehen an den vielen digitalen Formaten, wie bilderhungrig die Gesellschaft ist. 

Gaensheimer: Ja, wir sind eine Bildergesellschaft geworden. 

Krämer: Die Chance des Museums ist es, visuelle Kompetenz zu vermitteln, Bild-und Bildungserlebnisse zu liefern. Und wenn es gut läuft, Sehen zu lernen.

Gaensheimer: Es geht aber nicht nur um das Sehen. Gerade Ausstellungen, in denen man partizipieren, sich körperlich engagieren und eine umfassende sinnliche Erfahrung machen kann, sind sehr beliebt. Was ich interessant finde: Je mehr man als Museum in den digitalen Medien aktiv ist, desto mehr Menschen kommen auch aus der jüngeren Generation. Es ist nicht so, dass das Digitale das Authentische verdrängt. 

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