Das Buchwunder der Brüder Limburg

Von Ralf Keuper
Von einem bedeutenden kunst- und mediengeschichtlichen Fund berichtet die FAZ in  Das Buchwunder der Brüder Limburg. Dabei handelt es sich um das vierte Buch aus der Hand der Brüder von Limburg, das erst im Jahr 2013 in den Archiven der Adelsfamilie Castelneau entdeckt wurde. 
Was dieses Buch für die Kunstgeschichte so wertvoll macht, beschreibt Andreas Platthaus:

Es sind keine Illuminationen, also Buchmalereien, sondern allerfeinst ausgeführte Tintenzeichnungen. Vor allem die Architekturelemente sind angesichts der winzigen Fläche von einer solchen Akribie, dass sie als bloße Unterzeichnungen für eine spätere Illuminierungskampagne kaum denkbar sind. Tatsächlich gab es seinerzeit das Genre des portrait d’encre, der Zeichnung als vollwertigen Kunstwerks. Viel spricht dafür, dass die Bilder dieses Buchs nie ausgemalt worden wären.

Die Buchkunst der Brüder von Limburg ist ein Beispiel für den sog. Weichen Stil, als Übergang von der Gotik zur Renaissance. Der Weiche Stil gilt überdies als Keimzelle einer eigenständigen nordeuropäischen Kunst. 

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