Über die Notwendigkeit intelligenter Tools für die Bewertung von Medieninformationen

Von Ralf Keuper
Die technischen Möglichkeiten stehen längst zur Verfügung: Warum ist noch kein namhafter Hersteller von Big Data – Applikationen auf die Idee gekommen, eine Lösung für die Bewertung von Medieninformationen im Netz zu entwickeln?
Ein Weg in diese Richtung stellt für mich Googles Knowledge-Based Ansatz dar, wie er in dem Paper Knowledge-Based Trust: Estimating the Trustworthiness of Web Sources beschrieben ist. Sicher, der Ansatz hat seine Schwächen, wie Christoph Kappes in It’s not Wahrheit, stupid. Anmerkungen zu Google Knowledge Vault schreibt. 
Dennoch ist der Bedarf für eine Lösung, die in der Lage ist, Medienmeldungen in möglichst kurzer Zeit auf ihren Wahrheitsgehalt, zumindest ihre Plausibilität hin zu überprüfen, absehbar. Anders ist der Informationsmüll, der uns in Echtzeit von den Zeitungen, Magazinen, auf twitter und im Rundfunk serviert wird, nicht mehr zu bewältigen.
In gewisser Hinsicht sorgen diese neuen Applikationen für Exformation, statt Information; also für die unsichtbare Entsorgung des Informationsmülls. 
Es ist m.E. nur noch eine Frage der Zeit, bis die ersten Lösungen auftauchen. Ein Fall für die Digital Media Startups. 
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