Emoijs – das Esperanto des 21. Jahrhunderts

Von Ralf Keuper

Emoijs sind aus dem Alltag der meisten von uns kaum noch wegzudenken. Messaging-Apps wie Whats App haben erheblich dazu beigetragen, dass die Kommunikation untereinander bildhafter, symbolischer geworden ist.  Emoijs sind damit, wie Daniel Backhaus schreibt, das Esperanto des 21. Jahrhunderts:

Der Vorteil von Emojis ist, dass sie sprachunabhängig sind und somit international funktionieren. Ein Ansatz, der schon mit der Welthilfssprache Esperanto verfolgt wurde und sich leider bis heute mangels Akzeptanz nicht durchgesetzt hat. Dieses Schicksal wird die Emojis nicht ereilen, vielmehr haben sie sich durch das Benutzerverhalten bereits durchgesetzt.

Die nächste Evolutionsstufe sind Animoijs.

Ähnlich wie bei einer Videonachricht filmt die Frontkamera das Gesicht, überträgt die Bewegungen dann aber auf das ausgewählte Animoji. Für den Empfänger der Nachricht wirkt es dann so, als würde zum Beispiel ein Affengesicht mit ihm sprechen. Möglich macht es das neue TrueDepth-Kamerasystem.

Ein Pionier bei dem Einsatz von Emoijs im Banking ist WeChat (Vgl. dazu: Das WeChat-Ökosystem (Dokumentationsfilm)). Da die Kommunikation über WeChat mittels Schriftzeichen in China besonders aufwändig ist, machte man sich die Vorteile der visuellen Kommunikation über Sticker/Piktogramme zunutze. Entstanden ist daraus eine universelle Bildsprache, die in nahezu jedem Land verwendet werden kann.

Crosspost von Bankstil 

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