Die Lesegesellschaften

Zur Verbreitung von allgemeinen Kenntnissen in einem nicht mehr allein wissenschaftlich-literarischen orientierten Publikum gründeten sich von der Mitte des Jahrhunderts an Lesegesellschaften auf der Basis des gemeinsamen Erwerbs von Büchern. Es entwickelten sich verschiedene Formen des Lesens und der Diskussion, die bis zur Errichtung von literarischen Kaffeehäusern führen konnten. Die Lesegesellschaft war besonders verbreitet in Deutschland, aber auch in Frankreich als museé oder cabinet de lecture bekannt. In der Lesegesellschaft, die mit der Zeit in jeder größeren deutschen Ortschaft – auch in Dörfern – anzutreffen war, verfolgte man im Sinne der Aufklärung den gemeinsamen Zweck der Bildung einer größeren Öffentlichkeit.

Quelle: Ulrich im Hof. Das Europa der Aufklärung

Weitere Informationen:

Lesezirkel: Zwischen analog und digital

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