Forschungsprojekt „Text und Rahmen“: Präsentationsmodi kanonischer Werke

Die Bibel, der Faust, die Klassiker: Was macht sie eigentlich kanonisch? Wie kommt es dazu, dass sie immer wieder gelesen werden? Das ist keineswegs selbstverständlich. Die Texte müssen sich laufend neuen Leser-Erwartungen und historischen Gegebenheiten anpassen, müssen deswegen bearbeitet oder neu gerahmt werden. Wie werden aber Texte immer wieder für zukünftige Generationen attraktiv? Das Projekt vermutet, dass die Sinnenfälligkeit eine entscheidende Rolle spielt und dass dazu sowohl die berührbare und sichtbare Materialität der Bücher gehört als auch deren Präsentation in Worten, Gesten und Gesang. Zur Analyse und Präsentation dieser sinnlichen Dimensionen eignen sich die digitalen Möglichkeiten des Verbundes hervorragend. Die Sammlungen der drei Häuser enthalten gleichsam erstarrte Kanones und stellen das historisch ausgreifende Untersuchungsmaterial zur Verfügung, das für diese Fragestellung nötig ist. Die Projektgruppe macht es sich zur Aufgabe, die Kanon-Konjunkturen, ihre medialen Bedingungen und Beschränkungen zu untersuchen und damit eine Sammlungs-Kritik im aufklärerischen Sinne zu leisten.

Quelle: FORSCHUNGSPROJEKT TEXT UND RAHMEN: PRÄSENTATIONSMODI KANONISCHER WERKE

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Handschriftliche Vielfalt im Griff der spitzen Klammern

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