Die Vorzüge analoger Medien

Analog, although more cumbersome and costly than its digital equivalents, provides a richness of experience that is unparalleled with anything delivered through a screen. People are buying books because a book engages nearly all of their senses, from the smell of the paper and glue to the sight of the cover design and weight of the pages read, the sound of those sheets turning, and even the subtle taste of the ink on your fingertips. A book can be bought and sold, given and received, and displayed on a shelf for anyone to see. It can start conversations and cultivate romances.

The limits of analog, which were once seen as a disadvantage, are increasingly one of the benefits people are turning to as a counterweight to the easy manipulation of digital. Though a page of paper is limited by its physical size and the permanence of the ink that marks it, there is a powerful efficiency in that simplicity. The person holding the pen above that notebook page is free to write, doodle or scribble her idea however she wishes between those borders, without the restrictions or distractions imposed by software.

Quelle: Our Love Affair With Digital Is Over

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Mobile Moments – Was die neue Mediennutzung fürs Marketing bedeutet

Weitere Informationen:

Thesenpapier: Mobile Moments – was die neue Mediennutzung fürs Marketing bedeutet

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Falschmeldungen und unzulängliche Recherchen in Medien: Ein Blick in das Jahr 1998

Von Ralf Keuper

Dass es mittlerweile Berichte in die Medien schaffen, deren Faktenlage häufig äußerst dünn ist, ist kein neues Phänomen. Ein Pionier der Fake News war kein Geringerer als Theodor Fontane (Vgl. dazu: Fontane: Ein Pionier der Fake News). Nur haben wir mittlerweile ein neues Niveau erreicht, dessen Vorläufer zu Beginn des Internetzeitalters beobachtet werden konnten. Im Jahr 1998 wurden die Reportagen aus der Welt der großen Politik des zu dem Zeitpunkt als journalistisches Wunderkind gehandelten Stephen Glass als Fiktion enttarnt. In Rechecking a Writer’s Facts, A Magazine Uncovers Fiction schrieb Robin Pogrebin:

As Mr. Glass’s offenses have come to light, the promising young journalist — a former fact-checker himself — has emerged as an enigmatic, effective illusionist, who succeeded in duping even the most experienced of editors. His systematic, apparently escalating fakery eluded three respected editors at The New Republic: Andrew Sullivan, Michael Kelly and Charles Lane.

The case has prompted soul-searching in the media about the effectiveness of fact-checking departments, whether ambitious young reporters need to be reined in and to what extent editors should second-guess their reporters’ accounts.

Übrigens: Noch im Jahr 2016 hätte es Stephen Glass beinahe geschafft, einen Beitrag auf Harpers zu lancieren, worüber in Stephen Glass is still retracting his fabricated stories — 18 years later berichtet wurde.

Zur selben Zeit wie Glass stürzte eine weitere Journalistin aus dem Olymp. Dabei handelte es sich um die Kolumnistin des Boston Globe, Patricia Smith, worüber ebenfalls Robin Pogrebin in Boston Columnist Is Ousted For Fabricated Articles berichtete:

Ms. Smith, who began her newspaper career as a typist at The Chicago Daily News, joined The Globe in 1990. She has been writing a column for the Metro/Region section since 1994. This year, she won an award from the American Society of Newspaper Editors for a series of columns published in 1997. She was also nominated for a Pulitzer Prize for commentary last year. A poet, she has been widely recognized in the Boston arts community for her public readings.

Mittlerweile ist Frau Smith eine erfolgreiche Schriftstellerin, wie in Fallen Journalist Finds Solace and Success in Poetry zu erfahren ist.

Kurz darauf wurde bekannt, dass Mike Gallagher, Reporter des Cinncinnatti Enquirer, sich in das Voice-Mail-System der Firma Chiquita Bananen eingehackt haben soll (Vgl. dazu: Questions Remain After Paper’s Apology on Stolen Voice Mail).

Ein noch größerer Skandal ereignete sich im selben Jahr, als CNN und Time eine gemeinsame Reportage zurückziehen mussten, in der behauptet wurde, die US-Truppen hätten im Vietnam-Krieg das Nervengas Sarin eingesetzt (Vgl. dazu: CNN retracts Tailwind coverage & Operation Tailwind).

Die Frankfurter Rundschau griff die Ereignisse in dem Beitrag Halbwahrheiten und Gerüchte – aber exklusiv! vom 9.07.1998 auf.

Als Ursache für die nachlassende Sorgfalt während der Recherchen wurde bereits damals das Internet ausgemacht:

Das Internet ist ein Medium, in dem die Grundregeln von Sorgfalt nicht gelten und über das jeder beliebige Falschinformationen streuen kann. Dennoch surfen inzwischen alle großen Zeitungsredaktionen täglich durchs Internet, um nur ja keine Story zu verpassen. Dabei wächst die Neigung, halb oder gar nicht Geprüftes zu bringen – nach dem Motto, dass es ja eh schon öffentlich ist.  ..

Doch die Tatsache bleibt, dass .. der enorme Konkurrenzdruck und der 24-Stunden-Zyklus von Nachrichten eine Inflation an Nachrichten produziert, weil immer mehr Reporter “hinter den wenigen wirklichen Geschichten herjagen”. Wie jede Währung verlieren Nachrichten durch inflationären Gebrauch ihre beiden Gundpfeiler: Wert und Zuverlässigkeit.

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Gespräch mit Harald Lesch: Folgen der Digitalisierung

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Der Stilwandel der Medien #19

Von Ralf Keuper

Nachfolgend eine Aufstellung von Beiträgen der letzten Zeit, die sich mit dem Stilwandel der Medien beschäftigen:

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Wie verändern digitale Medien das Lernen? (Gunter Dueck)

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Die Google Story – Die meist genutzte Suchmaschine im Netz [DOKU]

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Mediale Selbstreferentialität am Beispiel von Woody Allens “The purple rode of Cairo”

Ausgefeilte Regelverstöße gegen die gängigen Konventionen des klassischen Hollywood-Kinos sowie das Spiel mit den „Grenzen zwischen Fiktion und Realität, zwischen Artifizialität und Authentizität“sind charakteristisch für die Filme des Regisseurs Woody Allen. So setzt er sich in seinen Werken immer wieder auf eine reflexive und selbstreferentielle Weise mit „den medialen Bedingungen des Films“, der Filmproduktion und der damit verbundenen Welt Hollywoods auseinander und legt dadurch Strukturen dieser Welt offen, die bei der gängigen Filmrezeption normalerweise verborgen bleiben. Auch in seinem 1985 erschienen Film „The Purple Rose of Cairo“ ist die Beschäftigung mit dem Medium Film ein wesentliches Gestaltungselement. So lassen sich in dem Film auf verschiedenen Ebenen zahlreiche selbstreferentielle Bezüge wiederfinden, die unterschiedliche Funktionen erfüllen. Ziel dieser Arbeit ist es, diese Bezüge herauszuarbeiten und auf ihre Wirkung hin zu untersuchen. Dazu werden die einzelnen Ebenen der Selbstreferenz näher betrachtet und es wird anhand beispielhafter Szenen herausgearbeitet, wie diese im Film zum Einsatz kommt.

Quelle: Mediale Selbstreferentialität am Beispiel von Woody Allens The purple rode of Cairo

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Eine Maschine verändert die Welt | Teil 1 – Wie die Computer rechnen lernten

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Vom Paläo- zum Neo-TV (Umberto Eco)

Es gab einmal das Paläo-Fernsehen, das in Rom und Mailand für alle Zuschauer produziert wurde, es berichtete über die Amtseinführung von Ministern und sorgte dafür, dass dem Publikum nur harmlose Dinge vorgesetzt wurden, auch wenn es ihm dazu etwas vorlügen musste. Heute, mit der Vielzahl von Kanälen, dem Privatfernsehen und dem Aufkommen neuer elektronischer Teufeleien, leben wir in der Epoche des Neo-Fernsehens. Zum Paläo-TV hätte man ein kleines Lexikon mit den Namen der Protagonisten und den Titeln der Sendungen erstellen können. Zum Neo-TV wäre das unmöglich, nicht nur wegen der unüberschaubar gewordenen Zahl von Personen und Sparten und nicht nur, weil es niemand mehr schafft, sich an sie zu erinnern oder sie wiederzuerkennen, sondern auch, weil dieselbe Person jetzt verschiedene Rollen spielt, je nachdem, ob sie im staatlichen oder im privaten Fernsehen auftritt. …

Die Haupteigenschaft des Neo-TV ist, dass es immer weniger von der äußeren Welt spricht. Es spricht von sich selbst und von dem Kontakt, den es zu seinem Publikum herstellt. Dabei kommt es nicht darauf an, was es sagt und wovon es handelt. Um sich angesichts dieser Macht des Wegschaltens zu behaupten, versucht das Neo-TV den Zuschauer zu halten, indem es ihm sagt: “Ich bin hier, ich bin ich, und ich bin du”. Die wichtigste Nachricht, die das Neo-TV seinen Zuschauern liefert, gleich ob es von Raketen spricht oder von Stan Laurel, der einen Schrank fallen lässt, lautet: “Ich verkündige dir das Wunder, dass du mich gerade siehst. Wenn du es nicht glaubst, überprüf es, wähl diese Nummer und ruf mich an, ich werde dir antworten”. Endlich, nach so vielen Zweifeln, eine Gewissheit: Das Neo-Fernsehen existiert. Es ist echt, denn es ist garantiert eine Erfindung des Fernsehens.

Quelle: Fernsehen: Die verlorene Transparenz (1983), in: TeleGen – Kunst und Fernsehen

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