Wie verändern digitale Medien das Lernen? (Gunter Dueck)

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Die Google Story – Die meist genutzte Suchmaschine im Netz [DOKU]

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Mediale Selbstreferentialität am Beispiel von Woody Allens “The purple rode of Cairo”

Ausgefeilte Regelverstöße gegen die gängigen Konventionen des klassischen Hollywood-Kinos sowie das Spiel mit den „Grenzen zwischen Fiktion und Realität, zwischen Artifizialität und Authentizität“sind charakteristisch für die Filme des Regisseurs Woody Allen. So setzt er sich in seinen Werken immer wieder auf eine reflexive und selbstreferentielle Weise mit „den medialen Bedingungen des Films“, der Filmproduktion und der damit verbundenen Welt Hollywoods auseinander und legt dadurch Strukturen dieser Welt offen, die bei der gängigen Filmrezeption normalerweise verborgen bleiben. Auch in seinem 1985 erschienen Film „The Purple Rose of Cairo“ ist die Beschäftigung mit dem Medium Film ein wesentliches Gestaltungselement. So lassen sich in dem Film auf verschiedenen Ebenen zahlreiche selbstreferentielle Bezüge wiederfinden, die unterschiedliche Funktionen erfüllen. Ziel dieser Arbeit ist es, diese Bezüge herauszuarbeiten und auf ihre Wirkung hin zu untersuchen. Dazu werden die einzelnen Ebenen der Selbstreferenz näher betrachtet und es wird anhand beispielhafter Szenen herausgearbeitet, wie diese im Film zum Einsatz kommt.

Quelle: Mediale Selbstreferentialität am Beispiel von Woody Allens The purple rode of Cairo

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Eine Maschine verändert die Welt | Teil 1 – Wie die Computer rechnen lernten

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Vom Paläo- zum Neo-TV (Umberto Eco)

Es gab einmal das Paläo-Fernsehen, das in Rom und Mailand für alle Zuschauer produziert wurde, es berichtete über die Amtseinführung von Ministern und sorgte dafür, dass dem Publikum nur harmlose Dinge vorgesetzt wurden, auch wenn es ihm dazu etwas vorlügen musste. Heute, mit der Vielzahl von Kanälen, dem Privatfernsehen und dem Aufkommen neuer elektronischer Teufeleien, leben wir in der Epoche des Neo-Fernsehens. Zum Paläo-TV hätte man ein kleines Lexikon mit den Namen der Protagonisten und den Titeln der Sendungen erstellen können. Zum Neo-TV wäre das unmöglich, nicht nur wegen der unüberschaubar gewordenen Zahl von Personen und Sparten und nicht nur, weil es niemand mehr schafft, sich an sie zu erinnern oder sie wiederzuerkennen, sondern auch, weil dieselbe Person jetzt verschiedene Rollen spielt, je nachdem, ob sie im staatlichen oder im privaten Fernsehen auftritt. …

Die Haupteigenschaft des Neo-TV ist, dass es immer weniger von der äußeren Welt spricht. Es spricht von sich selbst und von dem Kontakt, den es zu seinem Publikum herstellt. Dabei kommt es nicht darauf an, was es sagt und wovon es handelt. Um sich angesichts dieser Macht des Wegschaltens zu behaupten, versucht das Neo-TV den Zuschauer zu halten, indem es ihm sagt: “Ich bin hier, ich bin ich, und ich bin du”. Die wichtigste Nachricht, die das Neo-TV seinen Zuschauern liefert, gleich ob es von Raketen spricht oder von Stan Laurel, der einen Schrank fallen lässt, lautet: “Ich verkündige dir das Wunder, dass du mich gerade siehst. Wenn du es nicht glaubst, überprüf es, wähl diese Nummer und ruf mich an, ich werde dir antworten”. Endlich, nach so vielen Zweifeln, eine Gewissheit: Das Neo-Fernsehen existiert. Es ist echt, denn es ist garantiert eine Erfindung des Fernsehens.

Quelle: Fernsehen: Die verlorene Transparenz (1983), in: TeleGen – Kunst und Fernsehen

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Richard Gutjahr über den Medienwandel

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A Conversation with Geert Lovink about Social Media

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Wie wir einen Text verstehen, hängt auch vom Medium ab

Von Ralf Keuper

In dem Beitrag Ist das nun mutig oder dumm? in der FAZ vom 9.10.17 berichtet Fridtjof Küchemann von der interdisziplinären Konferenz Das Buch, der Bildschirm und das lesende Hirn, das von der Litauischen Akademie der Wissenschaften in Vilnius ausgerichtet wurde. Im Zentrum stand dabei die Frage, wie in der Digitalmoderne Kinder durch Lektüre kritische, gebildete und selbständig denkende Menschen werden können. Bisherige Forschungen weisen darauf hin, dass Kinder online kaum die Lernprozesse durchlaufen, die für ein tieferes Verständnis von Texten oder anderen Inhalten nötig sind. Ist das vertiefte Lesen online überhaupt möglich? Küchemann schreibt:

Viele Studien weisen das Lesen auf Bildschirmen grundsätzlich als oberflächlicher, flüchtiger, ablenkungsanfälliger aus. Wenn das Gelesene nicht mit einem festen Ort – auf einer Seite, innerhalb eines Buchs – verknüpft werden kann, weil das Gerät immer nur eine Seite anzeigt oder der Test zum Lesen gescrollt werden muss, hat es die Erinnerung schwer.

Dennoch wollen die Forscher das Rad nicht zurück drehen, wohl aber auf mögliche Konsequenzen des Lesens bzw. der Informationsaufnahme über den Bildschirm hinweisen:

Die Pädagogen, Psychologen, Neuro-, Buch und Literaturwissenschaftler, die drei Tage lang in Vilnius ihre Forschungsergebnisse zur Diskussion gestellt haben, wollen den Bildschirm nicht verhindern. Sie glauben nicht, dass es ein Zurück ausschließlich zum gedruckten geben sollte oder kann. Aber sie dringen darauf, die Risiken ernst zu nehmen, die mit dem Wechsel unseres meistgenutzten Lesemediums verbunden sind: “Die Nutzung digitaler Bildschirme ist jetzt schon Teil unseres Alltags”, sagt etwa Danielle Dahan, “und sie wird noch zunehmen. Es ist wichtig, Lernprozesse im Allgemeinen und Wege, das Gelesene zu verstehen, im Besonderen auf dieses Medium abzustimmen.

Im wahrsten Sinne des Wortes lesenswert ist das Buch Das lesende Gehirn. Wie der Mensch zum Lesen kam – und was es in unseren Köpfen bewirkt von Maryanne Wolf.

Auszug:

Wird unsere Neugier heute durch die Flut glatter, oft oberflächlicher Informationen auf einem Bildschirm befriedigt oder wecken diese ein Bedürfnis nach fundierterem Wissen? Kann die tiefgründige Analyse von Wörtern, Gedanken und Wirklichkeit in einer Lernatmosphäre erfolgen, die fortwährend von geteilter Aufmerksamkeit und Multitasking geprägt ist? Kann die Essenz eines Wortes, einer Sache oder einer Idee bedeutsam bleiben, wenn so viele Lerninhalte in 30-Sekunden-Segmenten über einen Bildschirm flimmern? Sind Kinder, die an immer realistischere Bilder von der Welt um sie herum gewöhnt sind, vielleicht immer weniger in der Lage, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen? Glauben wir eher, dass wir die Wahrheit oder Wirklichkeit von etwas erfassen, wenn wir es auf Fotos, in Filmen und Videos oder im “Reality-TV” betrachten können? Was würde Sokrates von der filmischen Version eines sokratischen Dialogs halten, von seinem Eintrag auf Wikipedia oder seiner Verewigung in einem Clip auf YouTube?

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Neue Medien. Geschichte. Von Gutenberg bis Apple und Google Medieninnovation und Evolution

Aus der Einleitung:

Die Medienauswahl orientiert sich am Kanon der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, erweitert ihn aber in zweierlei Hinsicht. Die Publizistik- und Kommunikationswissenschaft hat sich eher selten mit dem Telefon beschäftigt, allenfalls fanden telegrafische Nachrichtenagenturen ihre Aufmerksamkeit. Das Telefon scheidet zumeist deshalb aus, weil sich die Kommunikationswissenschaft überwiegend mit öffentlicher Massenkommunikation beschäftigt und Instrumente der privaten Individualkommunikation lange kaum beachtete. Außerdem ist die Analyse der Medieninhalte ein zentraler Gegenstand der Kommunikationsforschung. Auch das fällt beim Telefon nahezu fort. Die derzeit neuen, multimedialen Entwicklungen haben jedoch begonnen, den Medienbegriff zu entgrenzen und lassen insbesondere den Massenmedienbegriff unscharf werden. Telefon und Telegrafie werden daher behandelt, weil sie das erste globale technische Informations- und Kommunikationssystem konstituierten. Beide sind Vorläufer und Basistechnologie der multimedialen Netzwerke. Telefon, Telegrafie, Computer und Internet sind Netzwerkmedien.

Ähnliches gilt für den Film, der in der Kommunikationswissenschaft eher ein randständisches Dasein fristet. Man überlässt ihn zumeist den Medienwissenschaften. Die Medienwissenschaft hat mit ihren aus der Literaturwissenschaft entwickelten Analysemethoden zu Erzählung, Ästhetik, Struktur, Genretheorie u.a. ein Instrumentarium entwickelt, das dem Gegenstand angemessen erscheint. In dieser Mediengeschichte wird dem Film dennoch Raum gegeben, weil die filmische Software zum elementaren Bestandteil des Fernsehens geworden ist und weil technische Durchsetzung, ökonomische Verwertung, gesellschaftliche Aneignung und kommunikationspolitische Kontrolle deutliche Parallelen zu anderen Massenmedien zeigen. Zusammen mit Presse, Hörfunk und Fernsehen ist der Film den Programmmedien zuzurechnen.

Link / Quelle: Neue Medien. Geschichte. Von Gutenberg bis Apple und Google
Medieninnovation und Evolution

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Meilensteine der Mediengeschichte

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